Den Anfängergeist trainieren: Beginner’s Mind

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Was dich unterstützen kann, die Welt wieder mit einem neuen, frischen Blick zu sehen, ist das buddhistische Konzept des Shoshin. Shoshin kann man mit „Anfängergeist“ bzw. „Beginner’s Mind“ übersetzen – und es macht Sinn, uns darin zu üben.

Leider haben wir oft die Tendenz dazu, über Informationen hinwegzuhören, die nicht unserem Weltbild entsprechen. Selbst wenn wir glauben, wirklich zuzuhören, nehmen wir aus Gesprächen oft nur die Informationen mit, die zu dem passen, was wir ohnehin schon zu wissen glauben. In Wahrheit wollen wir uns oft gar keine neue Meinung bilden, sondern nur bestätigt hören, was wir schon wußten. Na – erkennst du dich wieder…?

Selbst wenn alte Aktivisten und Aktivistinnen frustriert sagen „Haben wir doch schon alles probiert!”, heißt das nicht, daß eine neue Generation mit Anfängergeist und frischem Schwung nicht ganz anderes erreichen kann! 

Folgende Tips können dich unterstützen, wieder zu deinem Shoshin und zu neuen Perspektiven zu finden. Der japanische Zen-Meister Shunryo Suzuki sagte dazu: In the beginner’s mind there are many possibilities, but in the expert’s there are few (dt. Der Anfänger sieht viele Möglichkeiten, der Experte wenige).

Vier Tips, wie du deinen Anfängergeist trainieren kannst:

1. Gib anderen Menschen weniger Ratschläge: Gerade, wenn du viel Erfahrung in einem Bereich hast und das starke Bedürfnis, dein Wissen zu teilen – Versuch statt dessen, mehr zuzuhören. Laß dich überraschen, was du dabei lernen kannst! 

2. Lass los: Wenn du auf Meinungen triffst, die deiner widersprechen – widerstehe dem Impuls zu kämpfen. Lade statt dessen die Neugier ein: Ist es nicht interessant, daß dein Gegenüber die Dinge anders sieht als du? Du mußt nicht immer um jeden Preis das letzte Wort haben.

3. „Erzähl mir mehr davon!”:
Baue diesen Satz öfter mal in deine Gespräche ein. Er wird dir helfen, Neues zu lernen und deinen Anfängergeist zu stärken.

4. Wie warst du als Kind?
Als echter Anfänger (oder als Kind) ist dein Geist noch völlig leer und offen. Dein Blick hat sich erst später verengt, als du schon wußtest „wie der Hase läuft”. Wenn du dich zurückversetzt – wie hättest du auf deine heutigen Herausforderungen geblickt?

Mit freundlicher Genehmigung von Pioneers of Change

Weitere Informationen:
www.pioneersofchange.org

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